Hat Emmanuel Macron recht, auf al-Scharaas Syrien zu setzen? Als erster europäischer Staatschef seit dem Sturz Baschar al-Assads ist Emmanuel Macron zu einem offiziellen Besuch nach Damaskus gereist und hat den neuen syrischen Behörden unter Ahmad al-Scharaa seine Unterstützung zugesichert. Frankreich will sich am Wiederaufbau beteiligen und zugleich seinen Einfluss in der Region stärken. Ein gewagtes Unterfangen in einem weiterhin instabilen Land, in dem der Islamische Staat noch immer über Schläferzellen verfügt. Zwei Explosionen nahe dem Hotel, in dem Macron übernachtet hatte, verletzten am 7. Juli 18 Menschen und zeigten, wie brüchig der Übergangsprozess ist. Kann Frankreich in dieser konfliktreichen Region gegenüber den USA und den regionalen Mächten an Einfluss gewinnen? Marine Le Pen: Ist die Justiz für den RN Waffe oder Klotz am Bein? Das Berufungsgericht von Paris verkündet heute seine Entscheidung über Marine Le Pens Ämtersperre. Verhängt wurde eine sogenannte Nichtwählbarkeit von 45 Monaten, davon 30 Monate auf Bewährung. Da die verbleibenden 15 Monate als bereits verbüßt gelten, kann Marine Le Pen bei der Präsidentschaftswahl 2027 kandidieren. Innerhalb des Rassemblement National wird Jordan Bardella bereits als Alternative gehandelt. Doch inzwischen holen auch ihn juristische Ermittlungen ein: Die Europäische Staatsanwaltschaft ließ in vier Ländern Durchsuchungen vornehmen. Die rechtsextreme Partei wirft der Justiz vor, Einfluss auf den politischen Zeitplan zu nehmen, während die Richter betonen, ihre Entscheidung sei rein juristischer Natur. Wird dieses Urteil den RN ausbremsen oder ihm vielmehr ein neues Wahlkampfargument liefern? Außerdem: Marjorie Adelson befasst sich mit dem lukrativen Geschäft mit Sicherheitsausrüstung in Frankreich. Théophile Cossa berichtet über das Gespräch zwischen Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino im Oval Office, das während der Fußball-Weltmeisterschaft stattfand.