Schroffe Vulkanfelsen, die steil in den tosenden Atlantik abfallen: Die Kanareninsel El Hierro war bis zur Entdeckung Amerikas das westliche Ende der bekannten Welt. Wie das Ende der Welt wirkt die Insel manchmal heute noch. Gerade einmal 11'000 Menschen leben auf El Hierro, nur wenige Touristen verirren sich hierher. Die Insel hat sich Ursprünglichkeit und vor allem ihre Seele bewahrt. Im Norden der Insel liegt das Dorf Pozo de las Calcosas. Ein Ort, der einst von Fischern erbaut wurde, mit kleinen Hütten aus Vulkangestein und Dächern aus Roggenstroh. Luis Barrera Casañas und seine Freunde haben sich zum Ziel gesetzt, diese uralte Dachdecktechnik am Leben zu erhalten. Früher lebten auf El Hierro Wesen, die den spanischen Eroberern vom Festland Angst machten: Rieseneidechsen. Bald nach der Landung der Spanier galt Lagarto gigante allerdings als ausgestorben. Bis 1972. Da entdeckte ein Ziegenhirte einige Exemplare in einer Steilwand der Insel. Die Leibspeise der Insulaner sind Quesadillas, Käsekuchen. Überall auf der Insel gibt es Bäckereien. In der von Adrian Gutierrez e Hijas wird der Backofen immer noch mit Holz befeuert. Erkaltete Lava formte die schroffe Küste der Vulkaninsel, spektakuläre Fundamente liegen unter Wasser. Ein begehrter Tauchspot für Unterwasser-Fans aus aller Welt.